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Fränkische Reichsteilungen

 
Karl der Große: Entscheidung noch zu Lebzeiten: Nach seinem Tod sollte jeder seiner 3 Söhne einen Teil des Reiches erhalten. Doch seine Söhne Pippin und Karl starben vorher, sodass Ludwig der Fromme vorerst alleiniger Herrscher wurde (seit 811 alleiniger Sohn, ab 813 Mitregent).

817: Neue Thronfolgeordnung (Ordinatio Imperii), Stärkung des Einheitsprinzips gegenüber dem Aufteilungsgedanken.

Ludwig will 829 die Ordinatio Imperii nun doch nicht umsetzen (Sohn Lothar zum Mitregenten ernannt, die anderen Söhne sollten Teilreiche erhalten). Streitereien der Brüder untereinander. Erbteil für vierten Sohn (Karl) soll aus den drei Teilen der erstgeborenen drei Söhne gewonnen werden, und damit wäre die Unteilbarkeit des Reiches durchbrochen: es soll ein eigenes Reichsteil sein. Ludwig kämpft für die Teilung statt die Einheit des Reichs.

Abdankung Ludwigs 833 in Soissons (nur für eine kurze Zeit wieder auf dem Thron). Nach seinem Tod 840 kommt es zum blutigen Erbkrieg. Sohn Lothar möchte Einheit des Reichs gewährleisten, kann sich aber nicht durchsetzen. 841 Schlacht von Fontenoy, darauf folgend 842 Straßburger Eide und 843 Vertrag von Verdun (Aufteilung des Reiches in Zuständigkeitsbereiche, Einschaltung des Adels): Bildung von Westfrankenreich (Karl der Kahle), Mittelreich (Kaiser Lothar) und Ostfrankenreich (Ludwig der Deutsche)

870 Vertrag von Meersen: Lothar II. ohne legitime Erben gestorben, Mittelreich wird an der Maas-Mosellienie unter Karl dem Kahlen und Ludwig dem Deutschen aufgeteilt.

880 Vertrag von Ribémont: westlicher Teil Lothringens an Ostfrankenreich.

Unter dem Druck durch äußere Feinde und mit der Schwäche königlicher Gewalt bilden sich fürstliche Herrschaftsgebilde (Mittelgewalten), die in hohe Positionen aufsteigen und teilweise Könige oder Kaiser werden.

911 erlischt die karolingische Linie im Osten mit Ludwig dem Kind. 987 geht sie auch im Westfrankenreich unter.

Als Folge der Reichsteilungen entstanden neue, voneinander abgesonderte Reiche. Deren Eigenmacht setzt sich immer mehr durch, obwohl an der Idee der Reichseinheit noch festgehalten wird.


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