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gwma:Gottesfrieden

Gottesfrieden

 
Der Gottesfrieden war ein von Bischöfen in Verbindung mit weltlichen Herrschaftsträgern gesetzter und/oder eidlich gelobter Sonderfrieden zur Eindämmung der Kriminalität, zur Verhinderung von Unrechtstaten der waffentragenden Schichten gegenüber den inermes und zur Bekämpfung der Fehde. Als pax (994), pactum pacis (994), restauratio pacis et iustitiae (1000/14), convenientia pacis (1019/21) stellte er bestimmte Personen, Sachen und Orte unter dauernden Schutz oder unterband als pactum sive treuga (1027) oder treva Dei (1033) Waffenhandlungen oder Fehdefolgen an bestimmten Tagen und Zeiten des Kirchenjahres. Aus pax et treva Domini wurde ca. 1040 die Verkürzung pax Dei. Ende des 10. Jh. in Südfrankreich entstanden, verbreitete sich der Gottesfrieden im Laufe des 11. Jh. in Nordfrankreich, Burgund, Spanien, Italien und im Deutschen Reich, wurde im 12. Jh. von anderen Formen der Friedenswahrung abgelöst und behielt mancherorts noch lokale Bedeutung bis ins 13. Jh.

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-Sonderfrieden zur Eindämmung der Kriminalität / Fehde

-ausgehend von Bischöfen und weltlichen Herrschern

-besonderer Schutz für Personen mit geminderter Rechtsfähigkeit (Juden, Frauen,...)

-Regelungen wie Waffenverbote an best. Tagen

-christliches Friedensgebot kann in Adelsgesellschafft verbreitet werden


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