technische Betriebsführung

skript zur technischen Betriebsführung beim doctorius Puell, hab die vorlesung leider nich gesehen, wegs Fh:7Sem is aber anscheinend recht billigs zeugs -praktikumsbegleitend halt...

Grundlagen zur technischen Betriebsführung

Definition: Planung, Steuerung und Kontrolle der Produktion Einflussfaktoren: * Geschäftsführung, Verwaltung, Vertrieb und Beschaffung * Gesellschaft, Märkte, Politik und Technik Begriffe: * Abschreibungen: Wertminderung durch Verschleiß/Veralten * indirekte Steuern:Steuerschuldner ungleich Steuerträger (z.B. MwSt) * Vorleistungen: Rohstoffe, Halbzeuge, Dienstleistungen * Produktionswert= Umsatz (vor Steuer) +- Bestandsveränderung * Bruttowertschöpfung=Produktionswert - Vorleistungen * Volkseinkommen=Bruttowertschöpfung - Abschreibungen * Bruttoinlandsprodukt=Bruttowertschöpfung + indir. Steuern - Subventionen * Bruttosozialprodukt=Bruttoinlandsprodukt- ins Ausland fließendes Vermögen gesamtwirtschaftlicher Güterkreislauf (ohne Querverbindungen): * Grundstoffe -> * Rohstoffproduktion -> * Zwischenproduktion (Halbzeug) -> * Investitionsgüterproduktion -> * Konsumgüterproduktion -> * Konsum -> Deponie *größte Wirtschaftsgruppen der BRD * Maschinenbau * Elektroindustrie * Kfz-Industrie * chem.Industrie * Stahlindustrie

Unternehmen

Unternehmensziele werden durch die Unternehmensphilosophie vorgegeben und als Unternehmenspolitik (Grundsätze, Sach-, Sozial- u Wertziele) bezeichnet.

wichtigste Rechtsformen * Kapitalgesellschaft: haftet nur mit eingebrachten Kapital (AG, GmbH) * Personengesellschaft: Unternehmer haftet unbeschränkt mit seinem Vermögen (GbR, OHG) Unternehmensstruktur: Zentralisation und Dezentralisation stehen stets in Konkurrenz (Struktur muss ständig den internen u externen Einflüssen angepasst werden) * objetk-, * tätigkeits- oder * phasen-bezogen Unternehmensorganisation (ersichtlich aus Organigramm; Aufgabenverteilung, Rangordnung, Zusammenhänge): * Linien-Org.: absolutistische Org (up->down). einheitliche Leitung, Klarheit, starke Kontrolle, dafür schwerfälliges Handeln * Funktions-Org.:Linien-Org. mit zusätzl. Spezialisten (Fachleiter). kompetente Entscheidungsträger, dafür höherer organisat.Aufwand * Stab-Linien-Org.:Linienstellen (Entscheidung/Verantwortung), Stabsstellen (informieren/beraten) * Matrix-Org.: Unterteilung in objekt- u tätigkeitsbezogene Stellen (Matrix). hohe Flexibilität, aber aufwendig u Konfliktpotential (Kompetenzüberschneidungen) Unternehmensplanung * strategische Entscheidungen (Ziele am Markt => Unternehmenssicherung) bis ca. 10J * operative Planung (konkrete Maßnahmen, z.B. Produktplanung) Marktanalyse(Werkzeug der strategischen Planung) * Parameter: * konjunkturelle u strukturelle Entwicklung * Konkurrenz- u Produktsituation * Absatz-, Beschaffungs-, Arbeits- u Kapitalmarkt * eigene Stärken u Schwächen * Ziele: * Kostenführerschaft (Marktführer werden) * Differenzierungsstrategie (Unterschiede zu Konkurrenten ausbauen) * Fokussierung (Spezialisierung auf Marktsegmente)

*der Cash_flow= einbehaltener Gewinn + Abschreibungen (=Umsatz - Kosten = CF)... der um nicht-zahlungswirksame Faktoren (Abschreibungen, Rückstellungen) bereinigte bilanzielle Erfolg => realer Zahlungsfluss (zahlungswirksamer finanzieller Überschuss)

*Portfolio-Analyse = .."mündet in einfache grafische Darstellung komplexer Zusammenhänge, die z.B. das unternehmerische Potential der Geschäftsfelder eines Unternehmens veranschaulicht."

|| Phase | |=> Strategie| | relativer Marktanteil | | Marktwachstumsrate || | | | || Question Marks (Entwicklung/Einführung)| | Offensive | | L| | H || Stars (Wachstum)| | Investition | | H| | H || Cash-cows (Reife) | |Abschöpfung | |H | |L || Dogs (Sättigung) | |Defensive | |L| | L ||

*Produktplanung: Aus Unternehmenspotential wird in einem Suchfeld (z.B. Marktlücke) eine Produktfindung betrieben. aus den Ideen wird ein Entwicklungsvorschlag erarbeitet der realisiert u abgesetzt wird.

Entwicklung => über 60% d. späteren Produktionskosten festgelegt

Klären u Präzisieren der Aufgabenstellung, Konzeptionieren der Lösungsmöglichkeiten Entwerfen einer Lösung Ausarbeitung ggf. Verteilung auf Projektgruppen Aufgaben des Projektleiters: * Chefingenieur * Terminjäger * Kaufmann Projektablauf: (Rentabilität/Durchführbarkeit nach jedem Schritt prüfen) * Idee * Produktplanung (Marktanalyse) * Vorentwicklung (Lösungskonzepte) * Entwicklung * Prototyp * Fertigung u Überwachung Projektstrukturplanung stellt das Projekt in Teilaufgaben u deren Abhängigkeiten dar. Pflichtenheft * vertragl. Fixierung des Kundenauftrages für Entwicklungsauftrag * Festlegung d. gewünschten Eigenschaften u Tolleranzen Terminplanung * Terminplan: Termine f. wesentliche Aufgaben (kleine Aufgabenstellungen) * Netzplan: Darstellung mit Abhängigkeiten (komplexe Entwicklungen) * Balkenplan: Abhängigkeiten u Zeitdauer => optimale Koordinierung einzelner Phasen, falls genügend Informationen vorliegen Kontrolle mittels Design Reviews = Soll/Ist-Abgleich (=> next step or Neuplanung) Qualitätssicherung =(hier) Mängelfindung während Planung * Fehlererkennung bei Fertigung (meistens u teuer) * => Simulation (finite Elemente, Schaltklreissimulation) oder 1:1 Prototypen Dokumentation (sauber, z.B. Nummernsysteme -> siehe umija ;)) für * Unterlagen f. Fertigung (Stücklisten) * Rückgriff auf Teilentwicklungen/Ergebnisse

Produktion

Arbeitsvorbereitung: Bindeglied zw. Entwicklung u Fertigung setzt sich aus Arbeitsplanung u Arbeitssteuerung zusammen. * Arbeitsplanung: Enwerfen des Arbeitsplanes (enthällt konkrete Anweisungen, wie die Produktion abzulaufen hat, u muss nach technologischen, wirtschaftlichen u zeitlichen Aspekten optimiert werden) durch Auswahl von * Material * Produktionsverfahren * Fertigungsmittel * *Planung u Zeiträumen * Arbeitssteuerung...??

*Zeit: Arbeiter bekommen Vorgabezeit (bei vollautomatischen Prozessen: Prozesszeit) um Arbeitsschritt durchzuführen. diese behinhlatet: * Rüstzeit * Ausführungszeit * Erhol- u Verteilzeit

Fertigung: aufgrund kurzer Produktlebensdauer ist zu überlegen, ob intern(höhere Flexibilität, Know How) oder extern(Kostenkalkulation, keine Auslastungsschwankungen) produziert werden soll (lohnt sich die Anschaffung von Poduktionsmitteln?). * Betrachtung unter den Aspekten: * Anordnung (Optimierung) * Administration * Kostenrechnung * wichtigster Faktor = Losgröße (danach richten sich z.B. Fertigungsmittel) * wichtig für Fertigungsmittel: * Mengenleistung * Fertigungskosten * Arbeitsgenauigkeit * Flexibilität

Montage: Endmontage intern (schützt Know How) * wichtig ist Zeitmanagement: * Koordinierung des Eintreffens * Vorhandensein aller Halbzeuge * Montageorganisationsformen orientieren sich (je nach Produkt) nach : * Produktion * Materialfluss * Personal * Organisationsform * Betriebsmitteln oder der * *Produkstruktur

*Produktionsplanung u -steuerung (PPS): Planung u Fertigung der Montage unter Berücksichtigung u Koordination von: * Produktionsprogramm * Produktionsbedarf * Fremdbezug * Eigenfertigung * Termin- u Kapazitätsplanung

Betriebswirtschaftliche Grundlagen

Begriffe * Abschreibungen:Verminderung des zu versteuernden Gewinns durch Wertverlust (linear od. degressiv -> Richtwerte) von Anlagen * Aufwendungen= Kosten +betriebsfremde Aufwendungen * Budgetrechnung:Abschätzung d. betrieblichen Entwicklung * Erfolg: Differenz zw. Ertrag u Aufwand (bzw. Gewinn u Verlust) * Finanzrechnung: Ermittlung Jahreserfolg, Finanzierung, Kontrolle d. Finanzbeweg. * Geldvermögen: Zahlungsmittelbestand +Forderungen - Verbindlichkeiten * Kosten= Wert aller verbrauchten Güter u Dienste * Kostenrechnung: Grundlage der Betriebskontrolle, Kalkulation u Investition; durch Erfassung aller anfallenden Kosten u deren Zusteilung (Kostenarten-, Kostenstellen-, Kostenträgerrechnung) * Kostenartenrechnung: Personalkosten, Sachkosten, Kapitalkosten (Abschreibungen etc), Fremdleistungen, Steuern (+ fixe Kosten - unabh. von Produktion, oder variable Kosten - von Produktion abhängig) * Kostenträgerrechnung (Kalkulation): Kosten werden nach Verursacher aufgeschlüsselt um Bewertung der Handels- u Steuerbilanz, kurzfristige Erfolgsrechnung od. preispolit. Enscheidungen zu treffen. -> Ermittlung der Herstell- u Selbstkosten (Bestandsbewertung, Verrechnungspreise, Planungsaufgaben) * Kalkulationsverfahren: * * Fertigungskosten (FK)= (Arbeiterstundensatz+Maschinenstundensatz)Arbeitszeiten * * Herstellkosten (HK) = MK + FK (Kosten für Verwaltung, Vertrieb u gewünshcter Gewinn beachten) * Finanzrechnung: Erstellung der Bilanz (mittels Inventur) u der G&V-Rechnung am Ende eines Geschäftsjahres. Die Bilanz ist die Gegenüberstellung von Mittelverwendung (Aktiva) u Mittelherkunft (Passiva) => betriebswirtschaftl. Kennzahlen (=> Aussage über Unternehmenserfolg) * *G&V-Rechnung: Ermittlung des Erfolgs durch Gegenüberstellung von Aufwendungen u Erträgen eines Jahres (ungleich Ausgaben/Einnahmen-Rechnung, da Erträge u Einnahmen nicht immer zusammenfallen). => detaillierte Kostendarstellung (Ped:Bruttoprinzip) oder nur Umsatzaufschlüsselung (Ped:Nettoprinzip) * Leistungen= Wert aller erzeugten Güter * Sachvermögen: nicht-geldvermögen, z.B. Immobilien * Statistik: Ermittlung der Wirtschaftlichkeit

  • Maximalprinzip: geg. Produktionsfaktoren => max. Ausbeute
  • Minimalprinzip: geg. Gütermenge => min. Aufwand