Karl Popper - alles Leben ist Problemlösen
Karl Popper - alles Leben ist Problemlösen - ISBN 3-492-22300-1
some notes:
- S.256 Fehlerkorrektur als die wichtigste Methode des Lernens überhaupt und scheint in der biologischen Evolution die einzige Methode des Fortschritts
- S. 294: Geschichtsbücher berichten lediglich von der Geschichte der Macht, statt der geistigen Entwicklung der Menschheit
- auf S.303 erklärt Popper seine Theorie, warum eine Demokratie nie wirklich stabil sein kann
- dies ist imho jedoch nichts demokratiespezifisches, sondern eine Eigenschaft von so ziemlich allem. Keine Beziehung, keine Organisation kann stabil sein, alles ist im Wandel und sollte aufmerksam gepflegt werden, da sonst alles (insbesondere der Zerfall) möglich ist.
- auf S.310 erwähnt Popper sein Kriterium zur Bewertung der Wissenschaftlichkeit einer Theorie ohne dieses zu erläutern oder durch Literaturhinweise näher zu erklären
- S.317 "[..] sollte untersucht werden, ob wir unsere Kinder zur Duldung von Gewalt erziehen oder nicht. [..] Eine Einstellung, die sich mit Gewalt abfindet, würde unsere Zivilisation eindeutig bedrohen. [..] wir sollten versuchen, unseren Kindern wenn schon nicht die Tugend der Gewaltlosigkeit, so doch zumindest die Wahrheit beizubringen, dass Grausamkeit das Größte aller Übel ist. [..] Dies schließt auch seelische Grausamkeit mit ein, derer wir uns oft aus Gedankenlosigkeit, das heißt Dummheit, Trägheit oder Sebstsüchtigkeit schuldig machen."
- Nansen-Pass