Die Reformen des Solon und Kleisthenes

Solon: (640 ‚Äď 560)

  • Intellektueller und Schriftsteller aus vornehmen Hause, der 594 von der Aristokratie Athens zum Archontant gew√§hlt wird. Er soll die soziale und wirtschaftliche Krise nach der Tyrannis √ľberwinden.
  • Ma√ünahmen: Bauernbefreiung (Aufhebung der Schuldknechtschaft)
  • Neueinteilung der B√ľrgerschaft, neue Aufteilung der Verm√∂gensklassen (4). Der Aufstieg in die herrschende Klasse wird nun auch nicht adeligen durch Anh√§ufung von Verm√∂gen erm√∂glicht.
  • Timokratie: Zwischenstadium zwischen Aristokratie und Demokratie.
  • Schaffung des Rates der 400 (boule) ein st√§ndiger Ausschuss der j√§hrlich gew√§hlt wird und Schaffung eines Volksgerichtes (heliaia)
  • Beide Ma√ünahmen bildeten ein Gegengewicht zum Aeropag, dem urspr√ľnglichen Adelsrat.
  • Apellationsrecht (Recht zur Anrufung der Gericht)
  • Wirtschaftspolitische Ma√ünahmen, wie Exportverbote oder M√ľnzreformen.

Kleisthenes: (Reformen: 509/507)

  • Konnte sich gg. Isagoras durchsetzen, hatte das Projekt einer Neugestaltung des athenischen B√ľrgerverbandes
  • Zentraler Punkt: Reorganisation der athenischen Landgemeinden. Einteilung in 139 Demen (lokale Selbstverwaltungseinheiten), Trittyen (jeweils 10 ‚Äď st√§dtische (asty) k√ľstenzone (paralina) und binnenland (mesogeia), in diesen wiederum waren jeweils 10 Phylen.
  • Diese Phylen konstituierten den Rat der 500 (fortsetzung der Reformen des Solon). Jede der Phylen stellte 50 Ratsherren (bulentai). Aus den Phylen rekrutierten sich auch die Leute f√ľr das B√ľrgerheer. (1 Phylenregiment mit 1000 Mann)
  • Ostrakismos (Scherbengericht) Wer in den Verdacht einer Tyrannis ger√§t, konnte 10 Jahre aus der Stadt verbannt werden.
  • Folgen: Passivit√§t der B√ľrgerschaft (zuvor oft sehr weit weg vom politischen Zentrum) wurde √ľberwunden, breitere Schichten auch an der Peripherie bekamen Mitspracherecht, die Politisierung der B√ľrgerschaft wurde vorangetrieben.
  • Die lokale Selbstverwaltung wurde mit dem politischen Zentrum in Athen verbunden, die polit. Ordnung der Poleis in klassischer Zeit wurde vorbereitet.