Die Verwaltung des Reichs

Das Imperium Romanum kam bei der Verwaltung seiner Provinzen mit einer erstaunlich geringen Anzahl an Personal aus.· Man beschränkte sich auf einige Kernbereiche der Verwaltung.

Aufgaben der römischen Provinzialverwaltung:

  • Gew√§hrleistung der √∂ffentlichen Sicherheit;
  • Einwandfreies Funktionieren des Gerichtwesens;
  • Besitz der G√∂tter oder der Tempel;
  • √Ėffentliche Repr√§sentation;

Der Statthalter hatte neben dem Bereich der Rechtssprechung vor allem Kontrollaufgaben. Er verbrachte daher einen gro√üen Teil der Amtszeit mit regelm√§√üigen Reisen zwischen den wichtigsten St√§dten des Provinzialgebietes und griff in der Regel erst dann in die internen Probleme der Gemeinden ein, wenn diese zu gro√ü wurden oder wenn sich die verantwortlichen Instanzen (Magistrate, Rat, angesehene B√ľrger, Volksversammlung) nicht auf eine L√∂sung einigen konnten.

Steuersystem

zwei Typen von Abgaben:

  1. abhängig vom Ertrag (z.B. bestimmter Prozentsatz der Ernte);
  2. ertragsunabh√§ngig und personenbezogene abgaben wie die Kopfsteuer, die in einigen Provinzen alle erwachsenen Personen ohne R√ľcksicht auf ihre Verm√∂gensverh√§ltnisse zahlten und die daher gerade die einfache Bev√∂lkerung stark belastete.
  • Ein wichtiger Zweig der Verwaltung entwickelte sich direkt aus dem privaten Haushalt des Kaiser.
  • Augustus hatte wie jeder r√∂mische Magnat eine gr√∂√üere Gruppe von Sklaven und Freigelassenen, die sein Verm√∂gen verwalteten oder ihn bei seinen √∂ffentlichen Aufgaben unterst√ľtzten, indem sie etwa seine Korrespondenz erledigten.

√Ąmter

  • Stadtpr√§fekt;
  • Pr√§torianerpr√§fekt: politische Ausnahmestellung
    • st√§ndige N√§he zum Kaiser;
    • Fehlen einer festgeschriebenen Amtsdauer;
    • Kommando √ľber die einzige schlagf√§hige Truppe innerhalb Italiens;