Sparta : Verfassung, Sozialordnung, Lebensformen

  • Verfassung (reicht bis ins 8./7. Jahrhundert zurĂŒck): oligarchisches System, also Herrschaft einer kleinen Gruppe.
  • Drei wichtige Entscheidungsgremien: 2 Könige (basileus) mit Oberbefehl ĂŒber das Heer. Adelsrat (gerusia) aus 30 Mitgliedern. Vorberatung der AntrĂ€ge, höchster Gerichtshof, auf Lebenszeit bestimmt und nicht Rechenschaftspflichtig. Volksversammlung (apella)
  • Eingrenzung der monarchischen Macht durch die Kontrolle von 5 Ephoren (Aufsehern)
  • Volksversammlung: mangelndes initiativrecht, Abstimmung ĂŒber BeschlĂŒsse des Rates, aber kein VerĂ€nderungsrecht.
  • Vorrauussetzung fĂŒr politische BetĂ€tigung: Durchlaufen des spartanischen Erziehungssystems (agoge) bis zum 30. Lebensjahr
  • Großer Landbesitz, um den Lebensunterhalt und Teilnahme an den gemeinsamen Mahlzeiten finanzieren zu können.
  • StĂ€ndige Bereitschaft zum MilitĂ€rdienst
  • Wer diese Vorraussetzungen nicht erfĂŒllt, darf nich an der Politik teilhaben und besitzt nur noch die bĂŒrgerlichen Rechte (hypomeios = Geringere)
  • Sozialordnung: Gleichheit wird trotz Oligarchie betont: jeder spartanische VollbĂŒrger wird nĂ€mlich as homoio (Gleiche) bezeichnet
  • Heloten (Teile der unterworfenen vordorischen Bevölkerung), wurden in eine der Sklaverei vergleichbare freie Rechtstellung hinabgedrĂŒckt. Ihr Grundbesitz wurde parzelliert und an spartanische BĂŒrger verteilt, die diese Klaroi von diesen bebauen ließen.
  • Periöken (Bevölkerung Lakoniens): Ebenfalls vom VollbĂŒrgerrecht ausgeschlossen. Waren zur Heeresfolge verpflichtet und bei außenpolitischen Entscheidungen von Sparta abhĂ€ngig. Durften LĂ€ndereien besitzen und hatten eine wichtige Schutzfunktion gegen Ă€ußere Feinden und mögliche AufstĂ€nde der Heloten. Wichtige ökonomische Funktionen, da Spartanern jegliche berufliche TĂ€tigkeit untersagt war.
  • Frauen: eigenstĂ€ndig und den MĂ€nnern vielfach gleichberechtigt. Unterstanden nicht der Rechtsgewalt ihre Mannes, konnten auch mehrere EhemĂ€nner haben, UneingeschrĂ€nkt geschĂ€ftsfĂ€hig und erbberechtigt. Kann Vermögen erwerben und darĂŒber frei verfĂŒgen.
  • Fremde werden von den Spartanern abgelehnt, sie dĂŒrfen sich nicht dauerhaft bei ihnen niederlassen wie in Athen.
  • Lebensformen: stĂ€ndige Kriegsbereitschaft prĂ€gt das Leben. BĂŒrger dĂŒrfen Polis nur in Ausnahmesituationen verlassen.
  • Bereits das neugeborene gehört dem Staat, schwache und behinderte Kinder werden nach dem Urteil des Rates getötet.
  • Mit 7 Jahren verlassen die Jungen die Familie und werden vom Staat erzogen.
  • Im Vordergrund der Erziehung stehen: unbedingter Gehorsam, anspruchloses Leben, Ertragen von Hunger und Schmerz, Wille zum Sieg.
  • Mit dreißig Jahren endet die Ausbildung und man wird in die Volksversammlung aufgenommen.

Offizielle Bewertungseinheiten:

  • Chronologie:
      1. entweder Anfang oder Ende der UmstĂ€nde der EinfĂŒhrung
  • Verfassung - je 0,5 Punkte:
    • Doppelmonarchie
    • Gerousie
    • Ephoren
    • Apella (Dame o. besondere Stellung)__
  • Sozialordnung (je 0,5 Punkte fĂŒr Nennung und Details):
      1. Heloten
      1. Periöken
  • Lebensformen:
      1. Agoge
      1. Bedeutung des MilitÀrs
  • Extrapunkte:
    • Stellung der Frau
    • Fremdenfeindlichkeit
    • Gleicheheitsideal
    • Syssitien
    • Wirtschaftsleben
    • Verbot von Geld
    • Diskrepanz zwischen Ideal und Wirklichkeit
    • Quellenproblem