Die athenische Demokratie: Entwicklungen, Institutionen, Grundcharakteristika

  • Entwicklung: Reformen des Kleisthenes und die politische Neuordnung zur Zeit der Perserkriege.
  • Entmachtung des Areopags durch Ephialtes 461. Seine Befugnisse werden auf den Rat der 500 und die Volksversammlung ĂŒbertragen.
  • EndĂŒltige Gestalt der athenischen Verfassung. HĂ€lt fast ununterbrochen bis 404/403. (oligarchische Umsturzversuche)
  • Unter Perikles werden Zeugiten (3.Klasse) zum Archontant zugelassen
  • Besoldung fĂŒr AmtstrĂ€ger und Tagegelder fĂŒr den Besuch der Volksversammlung erlauben es auch weniger wohlhabenden, Ämter zu ĂŒbernehmen.
  • Institutionen und Grundcharakteristika: Das zentrale Organ war die Volksversammlung (ekklesiastika)
  • Jeder Athener VollbĂŒrger der mindestens 18 ist, hat ein Rede- Antrags- und Stimmrecht, offene, gleiche und individuelle Abstimmung
  • Tagt hĂ€ufig, mindestens 40mal im Jahr, mind. 20% der stimmberechtigten BĂŒrger mĂŒssen anwesend sein.
  • Ekklesia beschließt Gesetze und entscheidet ĂŒber Krieg und Frieden. Bestellt und kontrolliert die AmtstrĂ€ger
  • Rat der 500. (bule) GeschĂ€ftsfĂŒhrung fĂŒr je 36/39 Tage durch die 50 Vertreter einer jeden Phyle (Prytanie), AntrĂ€ge werden Vorberaten und vorformuliert (Probuleuma), Finanzkontrolle, Überwachung der Beamten.
  • Volksgericht (Heliaia) 6000 BĂŒrger die Älter als 30 sind, werden im Jahr gelost. FĂŒr jeden Prozess eine bestimmte Anzahl von Geschworenen. Es gibt keine Richter
  • Ämterwesen: i. d. R. jĂ€hrlicher Wechsel, 10 Strategen, die im Krieg das Kommando ĂŒber das BĂŒrgeraufgebot haben, Wiederwahl ist möglich. Hohe Finanzbeamten (Wahl), andere AmtstrĂ€ger, Komissionen (alle durch Los)
  • Die Losung verhindert AbhĂ€ngigkeitsverhĂ€ltnisse, Absprachen und Bestechung.
  • Direkte Demokratie, Gleicheit, keine Gewaltenteilung, da das Volk die uneingeschrĂ€nkte Macht besaß.