Entdeckungsfahrten im 15. Jahrhundert

EuropĂ€ische Expansion im 15. Jhd. wurde hauptsĂ€chlich von Portugal und Kastilien betrieben. Anfang des 15. Jhds. wurden die Kanaren, Azoren und Madeira entdeckt und die Kolonisation der Inseln eingeleitet. Schon bald wurden Waren ans Festland geliefert. Es folgen weitere Entdeckungsfahrten an der afrikanischen KĂŒste entlang; Mitte des 15. Jhds. blĂŒht der Handel.

  • ab 1415: 1415 portugiesische Expansion zu den Atlantischen Inseln (Madeira, Azoren), man umrundet das Kap Bojador (bisher sĂŒdl. Punkt bis zu dem Seefahrt möglich war), fĂ€hrt nach Rio de Ouro, Kap Blanco und Bucht von Arguim
    • Prinz Heinrich der Seefahrer sich erst von der Krone ein Exklusivprivileg fĂŒr Fahrten sĂŒdlich des Kap Bojador geben als man sieht, wie ertragreich der Handel aufblĂŒht, und spĂ€ter vom Papst bestĂ€tigen.
  • RivalitĂ€ten zwischen Kastilien (Johann II.) und Portugal um die Vorherrschaft
    • kastilischer Anspruch auf die Kanaren erhoben, andalusische Seeleute folgen den Routen der Portugiesen entlang der KĂŒsten
  • 1479: Vertrag von Alcocovas. Portugal tritt die Kanaren an Kastilien ab und erhĂ€lt das exklusive Recht, weiter nach SĂŒden zu segeln.
  • 1487: Bartholomeo Diaz segelt bis zur SĂŒdspitze Afrikas
  • 1492: Kolumbus' Entdeckung der Amerika vorgelagerten Inseln.
  • 1495: England betreibt Entdeckungsfahrten
  • 1497/99: Umrundung Afrikas durch Vasca da Gama, Erreichen Indiens auf dem Seeweg
  • 1498/99: Pedro de Covilhao erreicht Indien ĂŒber Ägypten und das Rote Meer
  • 1500: Entdeckung Brasiliens durch Cabral, ab 1513 spanische Kolonisation Zentralamerikas
  • 1520: erste Weltumsegelung von Megellan begonnen

Unterschiedliche Konzepte der Expansion

  1. Portugal: Handelskolonisation mit befestigten StĂŒtzpunkten ohne Besiedlung der LĂ€nder; oberstes Ziel wird Asien Ende des 15. Jh.
  2. Kastilien: gezielte Eroberungs-, Besiedlungs- und Missionspolitik; Anstrebung der Integration der Urbevölkerung; Ziel der Expansion muss westlich ĂŒber dem Ozean liegen (Route des Kolumbus)

GrĂŒnde fĂŒr plötzliche Beschleunigung

  1. verbesserte Segeltechnik
  2. Verbesserung der astronomischen Navigation
  3. verbesserte nautische Fertigkeiten
  4. Fall Konstantinopels und damit erschwerter Orienthandel
  5. UnterstĂŒtzung durch die entstehden FlĂ€chenstaaten
  6. Einsatz der vorhandenen Ressourcen
  7. wirtschaftliches Interesse
  8. Abenteuerlust
  9. Fall Konstantinopels bedeutet die Sperrung des Wegs nach Indien fĂŒr Europa: Suche nach einer neuen Möglichkeit, dorthin zu gelangen